Ein Fotozyklus von A & M Markand
(Pressetext von Hubert Steins anlässlich der Ausstellung Naa Hin im K22 / Köln von Juli bis August 2004)
naa hin ist das Thailändische Kompositum für den Begriff Steingesicht. naa hin nennen die Autoren, Filmemacher und Reisejournalisten A & M Markand ihr Ausstellungsprojekt, das nun ab 9. Juli im Kunstraum 22 präsentiert wird.
Gezeigt werden Fotografien asiatischer Mönchsfiguren, die in Thailand während des Gebetes von Gläubigen mit Blattgold beklebt wurden. Auf den Fotos erscheinen diese Figuren jedoch ohne Bildhintergrund. Aus ihrem Kontext losgelöst und lediglich vor weißer Fläche präsentiert, bestechen die Skulpturen nun trotz ihrer goldenen Oberfläche durch einen Realismus, der den Unterschied zwischen lebender Person und Skulptur aufhebt. So rücken die abgelichteten Mönchsskulpturen durch die Art ihrer Inszenierung unmerklich in die Nähe hyperrealistsicher Arbeiten, wie sie beispielsweise von Duane Hanson oder Ron Mueck bekannt sind.
Mit naa hin präsentieren A & M Markand einen Fotozyklus, der in irritierender Weise die Grenze zwischen Dokumentarismus und Kunstfotografie verwischt.